Neuer Trainer Zsolt Balogh im Interview

Zsolt Balogh1Hallo Zsolt! Schön, dass wir Dich in Wangen willkommen heißen dürfen. Erzähle uns doch zuerst mal etwas zu Dir als Person, Handballer und Handball-Trainer?

Ich bin in Budapest geboren, habe aber in Südtirol meine gesamte Schullaufbahn absolviert. Handball gespielt habe ich beim SSV Bozen und galt als eines der größten Talente des Landes. Mit 18 Jahren bin ich nach München gezogen, um dort ein Übersetzerstudium zu absolvieren und um nebenbei Handball zu spielen. Ich habe dort u. a. bei TuS Fürstenfeldbruck, damals noch Bayernliga, gespielt. Aufgrund mehrerer Schulter-Operationen musste ich jedoch leider frühzeitig mit Handball aufhören, auch wenn ich noch gerne das eine oder andere Jahr gespielt hätte.

Aktuell wohne und arbeite ich in Isny. Daher war ich in den letzten Jahren bei TV Isny tätig, sowohl als aktiver Spieler als auch als Trainer.

Ich habe eine kleine Übersetzungsagentur mit Fokus auf Medizintechnik und Life Science, und sobald die Neue Spinnerei in Wangen fertig gestellt ist, werden wir unser Büro dorthin verlagern. Da ich in diesem Gebäude auch wohnen werde, wird mein Lebensmittelpunkt in Wangen sein.

Du hast Dich dazu entschieden die Damen 1 der MTG zu übernehmen. Wie kam es zu dem Engagement und was reizt Dich an der Aufgabe?

Das Angebot, die Damen 1 der MTG zu übernehmen, kam für mich überraschend, denn ich hatte mir eigentlich keinerlei Gedanken über einen Vereinswechsel gemacht. Nach dem Gespräch mit Micha Becker war mir jedoch relativ schnell klar, dass ich diese Herausforderung unbedingt annehmen möchte. Eine junge, erfolgshungrige Damenmannschaft mit Entwicklungspotenzial übernehmen zu können – das ist für mich eine reizvolle Aufgabe.

Wie lief die Vorbereitung bisher?

Wir sind seit Mitte Juni in der Vorbereitung. Der Fokus lag bisher auf Kraft und Ausdauer. Ab jetzt werden dann technische und taktische Elemente eine größere Rolle spielen, da das erste Meisterschaftsspiel am 14. September nicht mehr so weit weg ist.

In den nächsten Wochen stehen noch ein paar Testspiele und ein Trainingslager an.

Mit der Leistungsbereitschaft der Mannschaft bin ich bislang sehr zufrieden.

Gibt es Zu- oder Abgänge?

Teresa Paul kommt aus der Jugend von TV Weingarten.

Leider steht uns Patricia Walser nicht mehr zu Verfügung, da sie nach Darmstadt zum Studieren geht.

Darüber hinaus fehlen uns, zumindest in der Hinrunde, Johanna Becker (Schwangerschaft) und Nathalie Walser (Reha nach Kreuzbandriss).

Wo liegen aus Deiner Sicht die Stärken der Mannschaft und woran gilt es noch zu arbeiten?

Wir haben eine junge und laufstarke Mannschaft – demnach wollen wir Tempohandball spielen.

Eine weitere Stärke ist der breite Kader und dass viele Spieler auf mehreren Positionen einsetzbar sind. So haben wir eine gewisse Flexibilität ohne Qualitätsverlust.

Noch zu arbeiten haben wir an der Abwehr, speziell was die Intensität anbelangt.

Was sind aus Deiner Sicht die Ziele für die kommende Saison?

Ich bin ehrgeizig und möchte grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Ich kenne die Liga bzw. die Gegner nicht. Daher könnte ich diese Frage erst nach Ende der Hinrunde seriös beantworten. Aber um dennoch auf die Frage einzugehen: Über eine Platzierung unter den ersten drei würde ich mich freuen!

 

 

 

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