Heiningen einen Tick stärker

1810 Heiningen1MTG muss Heiningens Überlegenheit neidlos anerkennen - Wangener verlieren Württembergliga-Spitzenspiel beim Aufstiegsanwärter mit 25:29 – Rote Karte für Kuttler - Von Uli Coelius - Die Serie von sechs Siegen in Folge ist fast erwartungsgemäß gerissen. Einem vor allem personell weitaus besser besetzten Gastgeber TSV Heiningen mussten sich die Wangener Handballer trotz einer kämpferisch wiederum tadellosen Leistung am Samstagabend mit 25:29 (14:12) geschlagen geben.

„Das Spitzenspiel wurde eindeutig von der Bank aus gewonnen“, sagte MTG-Teammanager Arno Uttenweiler. „Gegen einen Hochkaräter der Württembergliga Süd haben wir uns aber teuer verkauft.“ Arno Uttenweiler, als Motivator sowie Trainer mit großem Sachverstand ausgestattet, gilt neben „Co“ Sebastian Staudacher als kongeniale Ergänzung zum vielleicht eher introvertiert „gestrickten“ Chefcoach Gabriel Senciuc. Der umsichtige MTG-Teammanager wertet die Niederlage bei Topteam Heiningen keinesfalls als Beinbruch: „Das war für die überwiegend junge Wangener Mannschaft ausgesprochen lehrreich. Ich bin mir sicher, dass wir gestärkt aus diesem verlorenen Spiel hervorgehen.“ Uttenweiler schließt dabei ausdrücklich die weiteren Partien gegen Schwäbisch Gmünd, Wolfschlugen und Lauterstein ein. „Das sind allesamt Mannschaften, die um den Oberligaaufstieg mitspielen. Da können wir sehr viel lernen und einen wichtigen Schritt nach vorne machen.“

1810 Heiningen8In Heiningen musste eine tapfere Wangener Mannschaft neidlos anerkennen, dass die
favorisierten Gastgeber über eine Bank verfügen, von der die MTG mit ihrem kleinen Kader
nur träumen kann. „In der ersten Hälfte haben wir diszipliniert gespielt. Doch nach der Pause
machte sich zunehmend bemerkbar, dass Heiningen personell über Alternativen verfügt, die
wir nicht bieten können“, räumte Arno Uttenweiler fair ein. 

Obwohl MTG-Keeper Sebastian Nerger einen Sahnetag erwischte und Torjäger Aaron Mayer
seine Saisontreffer 78 bis 86 erzielte, sollte es trotz einer 14:12-Pausenführung nicht reichen.
Besonders Heiningens Rückraum-Ass Julian de Boer stellte die Wangener vor allem in der
Schlussphase vor nahezu unlösbare Probleme. Überdies sah der baumlange MTG-Shooter
Marc Kuttler (sieben Treffer) nach einer undurchsichtigen Aktion – der 2,10-Meter-Riese soll
einen Gegner am Kopf getroffen haben – einmal mehr die Rote Karte (Disqualifikation in der
58. Minute). „Danach war die Partie gelaufen“, meinte Arno Uttenweiler lakonisch, ohne
allerdings nur annähernd in tiefe Depression zu verfallen.

1810 Heiningen6Erstmals im achten Spiel gelang es den Wangenern somit nicht, die 30er-Treffermarke zu
knacken. „Das hat natürlich auch eine Rolle gespielt“, weiß Uttenweiler. „Doch wie gesagt,
nur aus Spielen gegen die Hochkaräter der Liga, die sich auf Grund ihrer Aufstiegsambitionen
einem ganz anderen Druck aussetzen, können wir lernen.“ Immer schön bescheiden bleiben
und keine überzogenen Ansprüche stellen, lautet daher die klug gewählte Devise der
Wangener Handballer – nach der erst zweiten Saisonniederlage.

MTG: Kucera, Nerger; Aaron Mayer (9/3 Siebenmeter), Kuttler (7), Elia Mayer (3), Michel
Fischer, Plieninger (je 2), Glatzel, Paul (je 1), Endraß. Beste TSV-Torschützen: Kohnle (8/4),
de Boer (5). Bes. Vork.: Disqualifikation/Rot: Kuttler (MTG/58. Minute). Zuschauer: 400.

 

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