Die MTG Wangen feiert nächstes Erfolgserlebnis

tmb 002 Mannschaft MTG Handball HOME(19.11.2018) Bei Oberligaabsteiger SG Lauterstein gibt’s einen verdienten 41:36-Sieg – Im oberen Tabellendrittel der Württembergliga stabilisiert - Von Uli Coelius - Die Handballer der MTG Wangen scheinen es sich im oberen Tabellendrittel der Württembergliga Süd so richtig bequem einzurichten. Die Mannschaft von Erfolgscoach Gabriel Senciuc feierte am Samstagabend in ihrem dritten Anlauf den ersten Erfolg über einen Oberligaabsteiger. In der Kreuzberghalle von Nenningen wurde Gastgeber SG Lauterstein auf Grund einer entscheidenden Steigerung in der Schlussviertelstunde verdient mit 41:36 (17:18) besiegt. Die MTG untermauerte damit ihren vierten Platz.

77 Tore in gut einer Stunde! Das lässt nur den einzigen Schluss zu, dass die Abwehrreihen auf beiden Seiten förmlich zum „Tag der offenen Tür“ einluden. „Die Torhüter hüben wie drüben haben diesmal nicht ihren besten Tag erwischt“, gestand MTG-Co-Trainer Sebastian Staudacher. „Das kann mal passieren, ist aber nicht tragisch.“ Überdies hätte Wangen besonders in der ersten Hälfte kaum Zugriff aufs Spiel bekommen. „Da waren wir zu passiv und haben all’ das vermissen lassen, was uns noch beim tollen Sieg gegen Wolfschlugen (39:30, d. Red.) auszeichnete“, sagte Staudacher.

Fast wie beim Tennis schwenkten die Köpfe auf beiden Bänken nahezu im Sekundentakt hin und her. „Es ist aber alles noch an der richtigen Stelle“, sagte Sebastian Staudacher am Morgen danach mit einem Schmunzeln. „Was uns derzeit allerdings auszeichnet, ist, unsere Motivation in entscheidenden Phasen hochzuhalten und an den Sieg zu glauben“, verrät Staudacher nur eines von einigen Erfolgsgeheimnissen. Als kluger Schachzug erwies sich zudem, „Shooter“ Marc Kuttler (2,10 Meter), der sich über weite Strecken einer kurzen Deckung ausgesetzt sah, an den Kreis zu beordern.

„Von dort aus hat er schöne Treffer erzielt“, freute sich der verletzte Sebastian Staudacher, von Haus aus einer der besten Kreisläufer im Württembergischen. Der 29-Jährige verteilte zudem Fleißkärtchen an Kapitän Aaron Mayer mit seinem inzwischen 111. Treffer sowie an das verletzungsfreie Rückraum-Ass Marc Bächle (sechs Tore).

Hin und her sowie her und hin ging es in diesem über lange Zeit offenen Schlagabtausch. Was die MTG Wangen freilich ergänzend auszeichnet: den Gegner zu respektieren. „Lauterstein hat nach dem Abstieg einen personell gravierenden Umbruch hinnehmen müssen. In etwa wie wir vor zwei bis drei Jahren“, meint Sebastian Staudacher. „Ich bin mir aber sicher, dass die SG in den nächsten Jahren ihren Weg gehen wird. Das hat sie schon gegen uns eindeutig bewiesen.“ Unabhängig davon bleibt die MTG nach einem 17:18 zur Pause sowie einer 29:25-Führung in der 45. Minute gezielt auf Kurs.

Das Selbstvertrauen bei mittlerweile acht Siegen und drei Niederlagen spült die MTG in eine Mitfavoriten-Rolle der Württembergliga Süd. Den Alltag allerdings gilt es ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Zum Beispiel am Samstag gegen den Tabellenachten HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf. Mit exemplarischen Forderungen.

Für die MTG spielten: Kucera, Nerger; Kuttler (12), Aaron Mayer (11/3 Siebenmeter), Bächle (6), Elia Mayer (5), Bader (3), Plieninger (2), Michel Fischer, Paul (je 1), Endraß, Hannes Fischer, Geyer. Beste SG-Torschützen: Nägele (14/6), Kölle (8). Bes. Vork.: Disqualifikation/Rote Karte Schuster (Lauterstein/59:22). Zuschauer: 300.

 

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