Kampf um Platz vier

tmb 001 Mannschaft MTG Handball HOME(14.05.2018) Im Gegensatz zum regionalen Fußball haben die Handballer der Württembergliga Süd keine Chance, eine dringend benötigte Pause einzulegen. So muss sich die MTG Wangen gleich zum Auftakt der Rückrunde ohne Rast und Ruh’ beim TSV Deizisau bewähren. Was den Allgäuern bei allem unerwünschten Stress womöglich gut in die Karten spielt, ist die durchaus angenehme Tatsache, dass sie in der Hermann-Ertinger-Halle am Sonntag um 17 Uhr mit der Favoritenrolle beim Oberliga-Absteiger nichts zu tun haben. „Das könnte unserer angeknacksten Psyche gut tun“, sagt MTG-Teammanager Arno Uttenweiler.

1:3 Punkte aus den Bezirksderbys gegen Laupheim (30:31 auswärts) und Gerhausen (28:28 zu Hause) sind in keiner Weise die Ausbeute, die sich die Wangener zum Abschluss der Vorrunde ausgemalt haben. „Es ist doch klar, dass wir mit diesem kleinen Kader einige Federn lassen mussten“, räumt Arno Uttenweiler ein. „Aus meiner Sicht wäre es ein großer Fehler gewesen, gerade die ganz jungen Spieler regelrecht zu verheizen. Das hätte denen ganz bestimmt einen Knacks fürs gesamte Handballerleben gegeben.“

Also setzt Chefcoach Gabriel Senciuc über die gesamte Spielzeit vornehmlich auf seine zuverlässigen Stammkräfte – allen voran Kapitän und Torjäger Aaron Mayer. Der im Übrigen auch beim Kontrahenten vom Sonntag größten Respekt genießt. Gleichwohl Uttenweiler ausdrücklich vor den Deizisauer Leistungsträgern Simon Kosak, Kai-Steffen Liebing und Moritz Friedel warnt. Beim jüngsten 36:31-Erfolg gegen die HSG Ostfildern (Tabellen-zwölfter) hieß das Trefferbild: zehn Tore Liebing (Rückraum), sieben Kosak (Kreis), sechs Friedel (Außen). Mag beeindruckend klingen. Arno Uttenweiler hält dennoch dagegen: „Wir haben gut regeneriert und wissen, worum es geht.“

Mit Alin Ilii verfügt Deizisau um seinen engagierten Trainer Olaf Steinke zudem unbestritten über einen der besten Torhüter in der Württembergliga Süd. Nun, auch Sebastian Nerger und Adam Kucera brauchen sich nicht zu verstecken. Wobei hinter dem Einsatz von Kucera neben den Langzeitverletzten Staudacher und Glatzel (wohl bis zum Saisonende) noch ein dickes Fragezeichen steht. Das letztendlich unnötige 34:36 zum Saisonstart am 8. September braucht den Wangenern, die mit aktuell 19:9 Punkten so gut da stehen wie lange nicht mehr, kein Kopfzerbrechen bereiten. Die Zuschauer dürfen sich jedenfalls auf eine Partie freuen, in der die beiden besten Angriffsreihen (Deizisau 476 Tore, Wangen 459 Treffer) aufeinander treffen. „Wir akzeptieren die Außenseiterrolle“, sagt Uttenweiler. „Aber wir werden alles versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Zumal danach nur noch die Heimpartie am 22. Dezember gegen die HSG Langenau/Elchingen ansteht, bevor die Zeit der Ruhe beginnt. Durchpusten. Erst am 2. Februar 2019 geht’s gegen Abstiegskandidat Herbrechtingen-Bolheim weiter. Die MTG braucht sich nach unten keine Sorgen zu machen. Es geht aufwärts.

 

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