MTG startet mit einer Vorführung erster Klasse ins neue Jahr

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(04.02.3019) MTG mit 39:17 Kantersieg gegen überforderte SG Herbrechtingen/Bolheim -  aus der Schwäbischen Zeitung - von Michael Panzram - Wer noch einen allerletzten Beweis für die wiedergewonnene Spielstärke der MTG Wangen in der Handball-Württembergliga brauchte, war am Samstagabend in der Argensporthalle genau richtig. Was die 500 Zuschauer in 60 Spielminuten erleben durften, war eine Vorführung erster Klasse. Am Ende stand ein völlig verdientes 39:17 (21:7) der Wangener gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim.

Sechs Wochen lang hatte die MTG Wangen kein Punktspiel mehr bestritten. Einerseits war das bedauerlich, weil sie bis zur Winterpause eine richtig gute Runde gespielt hatten und so gestoppt wurden. Andererseits kamen so wenigstens nicht noch mehr Spiele ohne ihren so immens wichtigen Kreisläufer Sebastian Staudacher dazu, der seit Mitte Oktober wegen eines Muskelabrisses in der Wade fehlte. Am Samstag nämlich stand Staudacher wieder auf dem Feld, reihte sich sogleich neben Marc Kuttler im Zentrum ein – und war einfach nur froh, wieder spielen zu können. „Ich wusste schon, dass noch was fehlt“, sagte Staudacher nach dem gelungenen Belastungstest auf hohem Niveau. Gut und gerne die Hälfte der Spielzeit verbrachte er auf dem Feld, meistens im Zentrum, gegen Ende dann defensiv auf der Rechtsaußenposition.

Der richtige Härtetest werde aber erst kommende Woche folgen, sagte Staudacher, der damit die anstehende Partie beim Tabellennachbarn SKV Unterensingen meinte. Was er damit auch meinte, aber nicht sagte: Die SG Herbrechtingen-Bolheim war für die MTG Wangen in ihre aktuellen Verfassung kein Gegner.

Aaron Mayer in Manndeckung genommen

Es sah ein bisschen nach früher Verzweiflung aus, was die Gäste von der ersten Minute an probierten: Wangens Ausnahmekönner Aaron Mayer wurde ab der Mittellinie in Manndeckung genommen. Damit war er zwar die ersten Spielzüge fast außen vor, dafür glänzten aber seine Nebenleute. Allen voran sein Bruder Elia Mayer, der von den ersten sechs Wangener Toren vier erzielte. Als es nach zehn Minuten 7:1 stand, war einigermaßen klar, dass diese Partie nicht umkämpft werden würde. Beim Halbzeitstand von 21:7 konnten einem die Gäste fast leid tun. Die Manndeckung für Aaron Mayer war da übrigens schon längst wieder Geschichte.

MTG-Trainer Gabriel Senciuc konnte es sich früh leisten, einige Wechsel vorzunehmen und junge Nachwuchskräfte einzubinden. Ebenso kein Problem war, drei Torhütern genügend Einsatzzeit zu verschaffen. Sebastian Nerger begann zwischen den Pfosten und zeigte einige Glanzparaden, Neuzugang Petru Drenceanu aus Biberach übernahm, danach war Adam Kucera dran.

Eine Viertelstunde vor Schluss besorgte Aaron Mayer das 30:11, verließ danach vermeintlich endgültig das Feld, nahm den Mundschutz raus, zog seine Jacke an – und stand kurz darauf doch wieder auf dem Feld. Denn Marc Kuttler hatte schon zum zweiten Mal einen Ball ins Gesicht bekommen, dazu kam ein harter Aufprall auf den Hinterkopf in der ersten Hälfte, und musste sich einige Momente sammeln. Doch nach wenigen Minuten war der 2,11-Meter-Mann wieder da. Sauber spielten die Wangener danach das Spiel zu Ende. 39:17 lautete das Ergebnis, das durchaus noch hätte höher ausfallen können. Denn außer Härte hatte Herbrechtingen-Bolzheim nichts zu bieten.

Wangen dafür umso mehr. Mit Staudacher ist die Mannschaft wieder in den entscheidenden Positionen komplett – von Jakob Glatzels langfristigem Ausfall abgesehen. Es könnte also dabei bleiben, dass die MTG sich in der vorderen Tabellenregion aufhält.

Joel Schwarz kommt vom TSB Ravensburg

Derweil gehen die Planungen für die kommende Saison voran. Am Samstag wurde bekannt, dass Joel Schwarz vom Landesligisten TSB Ravensburg zur MTG wechseln wird. Er sei ein „Wunschspieler“ für die Wangener gewesen, sagte MTG-Teammanager Arno Uttenweiler, dem besonders die „Spielfreude“ des jungen Rückraumspielers gefällt.

 

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