MTG erobert mit viel Kampf die nächsten Punkte

tmb 001 Mannschaft MTG Handball HOME(10.03.2019) Wangen siegt in Hegensberg-Liebersbronn 26:24 – Torhüter Drenceanu macht den Sack zu - Von Uli Coelius aus der Schwäbischen Zeitung - Trotz eines Miniaufgebots von acht Feldspielern, ab Minute acht gar nur mit sieben, haben die Wangener Handballer das Maximale geerntet. So kam die MTG am Samstagabend zu einem glücklichen 26:24 (13:10)-Erfolg bei Abstiegskandidat SG Hegensberg-Liebersbronn. Vor nun zweifellos schweren Wochen mit fordernden Vergleichen gegen die Aufstiegsaspiranten der Württembergliga Süd, festigten die Allgäuer ihren formidablen fünften Platz und können eine gewisse Gelassenheit genießen.

Allein die keineswegs vorgesehene dreistündige Fahrt nach Esslingen, wo die SG Hegensberg-Liebersbronn an der Römerstraße ihre Heimspiele austrägt, verhieß wenig Gutes. Bereits um die siebte Minute herum musste in Abwesenheit des wiederum beruflich verhinderten Regisseurs und Torjägers Aaron Mayer mit David Paul ein weiterer MTG-Akteur früh, weil verletzt, ausscheiden. Kurzfristig erkrankt war Nachwuchshoffnung Leopold Plieninger. Dennoch erarbeitete sich Wangen bis zur Pause eine verdiente 13:10-Führung. „Was uns unter anderem so stark macht, ist eine extrem gute Kondition“, verrät Co-Trainer und Klassekreisläufer Sebastian Staudacher.

Ohne die Leistung seiner Vorgänger zu schmälern, hat Chefcoach Gabriel Senciuc diesbezüglich wohl exzellente Arbeit abgeliefert. Und: „Keiner stiehlt sich während der gesamten Spielzeit aus der Verantwortung“, weiß Staudacher. Exemplarisch dafür stehen Elia Mayer, in trotz allem schmerzlich vermisster Abwesenheit seines Bruders als Dreh- und Angelpunkt, ein Leader – sowie Marc Bächle und Marc Kuttler.

Die MTG ließ sich auch von unkonventionellen Maßnahmen der Gastgeber um Spielertrainer Jochen Masching – wie etwa eine Viertelstunde vor Schluss eine 3:3-Abwehrformation mit Manndeckung – nur bedingt beeindrucken. Tja, wie unlängst beim schleierhaften 24:26 bei Aufsteiger HC Hohenems zerronnen – hieß es diesmal halt mit 26:24 gewonnen. Wiederum gegen einen Abstiegskandidaten. „Im Handball spielt sich viel im Kopf ab. Da haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagt Staudacher.

Wie schon in Hohenems, stand es kurz vor Abpfiff 24:24. „Dann haben wir irgendwie das 25:24 reingewürgt (Michel Fischer, d. Red.)“, gesteht Sebastian Staudacher. Auszeit Hegensberg-Liebersbronn. Quasi mit dem Schlusspfiff beförderte Wangens Zugang Petru Drenceanu, fürwahr ein Keeper mit großer Zukunft, den Ball direkt ins verwaiste Gehäuse der Gastgeber. Sebastian Staudacher forsch: „Das macht die MTG wohl im Vergleich zur Vorsaison aus. Wir geben bis zur letzten Sekunde nicht auf.“

Freilich: Bei allen hehren Bemühungen schlecht gelaufen in Hohenems, bei der wacker kämpfenden SG Hegensberg-Liebersbronn mit Glück gut gegangen. Respektable acht Punkte hat die MTG Wangen im neuen Jahr auf die Habenseite gebracht. Von Aufstiegsambitionen jedoch will Sebastian Staudacher angesichts der schweren Aufgaben gegen Heiningen (Dritter), Gmünd (Erster) und Wolfschlugen (Zweiter) nichts wissen. Verschmitzt fügt der Co-Trainer aber an: „Einen davon werden wir packen.“ Mit Hochmut hat das gewiss nichts zu tun. Allenfalls mit superbem Selbstvertrauen.

MTG: Drenceanu (1), Kucera; Kuttler (6), Elia Mayer (6/3 Siebenmeter), Bächle (4/1), Mendler (3), Bader, Fischer (je 2), Paul, Staudacher (je 1). Beste HeLi-Torschützen: Zeh (6), Helms (5/4). Zuschauer: 200.

 

Die MTG Handballabteilung wird unterstützt von

tmb Schnitzer logo
tmb seitz logo