MTG - Frisch Auf: Kadervorstellung

Ihr wollt wissen wer morgen die Hölle Süd zum beben bringt? Hier die Zusammnefassung aller Spieler, die beim Testspiel der MTG Wangen gegen Frisch Auf! Göppingen auf das Parkett der Argensporthalle laufen...

Torhüter

tmb TorhüterInternational und hochkarätig geht es im Kasten zu, wenn FRISCH AUF! Göppingen zum Test am 18.05. in die Argensporthalle aufläuft. Aus vier Nationen kommen die Männer, die laut Torhüter-Legende Andreas Thiel "Irgendwie alle einen an der Waffel haben." Das sagte er über seine Kollegen im Gehäuse, auf das ein Lederball mit bis zu 130 Km/h geflogen kommt und damit hat er in Teilen wohl nicht ganz unrecht. 

Während sich auf Göppinger Seite der 35 jährige Slowene Primož Prošt nach sieben aufregenden Jahren beim Schwäbischen Spitzenclub auf Abschiedstournee befindet, will der aus der eigenen Jugend stammende Daniel Rebmann - DR12 weiter durch starten. Die Wachablösung hat in Teilen bereits dieses Jahr statt gefunden. Insgesamt stand Rebmann diese Saison schon knapp drei Stunden länger auf dem Feld. Dabei gehört der 82-malige Slowenische Nationalspieler Prost trotz seiner für einen Torhüter geringen Körpergröße von 186 cm, seit Jahren zu den besten seines Fachs. Reaktionsschnell und insbesondere in eins gegen eins Situation mit einer ganz besonderen mentalen Stärke ausgestattet. Schon einige Spiele konnte Prost so für Frisch Auf gewinnen - Highlights hier sicher die gewonnen Finalspielen um den Europapokal 2016 gegen HBC Nantes und 2017 in eigener Halle gegen die Füchse Berlin. Ab der kommenden Saison wird er voraussichtlich für Ottmar St.Gallen in der Swiss Handball League am Tor stehen. Als Prost 2017 den Europapokal gewann, war Rebmann mit einem Zweitspielrecht schon bei Göppingen unter Vertrag - aber noch nicht im Kader. Rebmann, ein Kind aus der Region, wechselte 2017 aus der zweiten Liga vom TV 1893 Neuhausen zu seinem Stammverein zurück in die erste Liga. Rebmann gilt als akribischer Arbeiter, der sich die Chance Profihandball mit viel Fleiß und Disziplin erarbeit hat. Ein tolles Vorbild für ambitionierte Jugendspieler. Denn mittlerweile ist Rebmann angekommen in der stärksten Liga der Welt. Gehört mit einer Fangquote von 31 % zu den besten Keepern der Liga und auch das Thema Nationalmannschaft scheint im Bereich des möglichen. Und als kleine Randnotiz: Mit der A-Jugend des TSV Wolfschlugen Handball - Die Hexabanner hat Daniel in der A-Jugend den Kempa Allgäu-Cup gewonnen. 

Schon seit Jahren eine Bank im Gehäuse der MTG ist Sebastian Nerger. Ein gutmütiger Riese, der mit seinen Reaktionen schon einige Gegenspieler zur Verzweiflung gebracht hat. Die MTG kann froh sein, dass er mit seinen 38 Jahren noch nicht genug hat und nochmal eine Saison im Dress der MTG dran hängt. 2006 kam Nerger vom SV Berolina- Handballnach Wangen und trägt seit nunmehr 13 Jahren die Farben der MTG. In dieser Zeit konnte er mit zwei Oberliga-Aufstiegen maßgeblich am Erfolg der MTG beitragen. Neben ihm hütet seit 2013 der gebürtige Tscheche Adam Kuczera das Gehäuse der MTG. Er kam vom HC Pardubice ins Allgäu, da er damals in Deutschland zu arbeiten begonnen hatte. Kuczera ist ein wahrer Wettkampftyp und sorgt mit seiner abgeklärten Art für den nötigen Rückhalt. Erst im Winter kam mit dem 28-jährigen Petru Drenceanu ein weiterer erfahrener Mann nach Wangen. "Zola", wie sein Spitznahme lautet, lernte in der Rumänischen Jugendnationalmannschaft sein Handwerk als Torhüter, ergriff 2016 die Chance zu einem Wechsel nach Deutschland zur TG Biberach Handball. Verletzungen warfen ihn leider zurück. Jetzt will er bei der MTG Wangen einen Neuanfang starten. Bereits in der Rückrunde konnte er für die MTG mit guten Leistungen überzeugen.

Links Aussen

tmb LinksaussenMit Marcel Schiller läuft für Göppingen einer der stärksten Links Aussen im Land auf. Wäre auf seiner Position mit Uwe Gensheimer nicht einer der Weltbesten für Deutschland im Einsatz, würde der gebürtige Dettinger wohl auch regelmäßig für die Nationalmannschaft zum Einsatz kommen. Es gibt wohl ganz wenige in der DKB Handball-Bundesliga - der stärksten Liga der Welt - mit dem Wurfrepertoire des 28-jährigen Schiller. Bei Frisch Auf! Gehört er zu den absoluten Leistungsträgern – erst gesehen vergangenen Donnerstag als er mit 10 Toren und einer Wurfquote von 100 % entscheidend am Sieg gegen den HC Erlangen beteiligt war. In der Bundesliga liegt er mit 183 Treffern auf Platz drei der Torjägerliste. Mit verantwortlich hier auch seine 83 7-Meter-Tore. Wir freuen uns schon jetzt auf die spektakulären Tempogegenstöße eines Marcel Schillers in der Argensporthalle – er zeigt mit seinen Würfen nahezu alles was mit dem Handball möglich ist. Im Schatten von Schiller findet sich der 2017 vom ASV Hamm-Westfalen an den Hohenstaufen gewechselte Joscha Ritterbach. Geboren in der Nähe von Münster lernte er das Handball spielen beim TV Emsdetten – dem Traditionsverein im Münsterland. 2013 dann der Wechsel zum großen TBV Lemgo. 2017 kam der 1,82 große und sehr schnelle Ritterbach dann ins Schwäbische. Da er sich in der Karriere wohl nicht mit der zweiten Reihe zufrieden geben möchte, wird Ritterbach zur kommenden Saison zur GWD Minden wechseln, um dort seiner Karriere weiter voran zu treiben. 

Bei der MTG gehen zwei junge Wilde über Links-Aussen auf Torejagt. Mit dem 21 jährigen David Paul hat man einen physisch und technisch äußerst viel versprechendes Talent in der A-Jugend vom TV Weingarten Handball e.V. gewonnen. Besonders zeichnet ihn seine Schnelligkeit und seine Wurf-Variationen aus. Der sympathische Junge aus dem Schussental hat sich bei der MTG sehr gut entwickelt. Ist sich auch nicht zu schade mit seinem Zweitspielrecht das Team 1b der MTG beim Aufstiegskampf zu unterstützen. Bis zu seiner schlimmen Verletzung im Winter war er einer der Leistungsträger. Zum Saisonendspurt war Paul dann wieder Teil des Kaders, musste sich allerdings dann hinter einem noch jüngeren Talent hinten anstellen. Der 18-jährige Felix Mendler sorgte in der Rückrunde für große Furore im Team der MTG. Ein fast unscheinbar und schmächtig wirkender junger Spieler, in dem allerdings ziemlich viel Power, Zug zum Tor und für seine jungen Jahre, beachtliche Qualität beim Torabschluß steckt. Was das Tempogegenstoß Spiel angeht, gehört Mendler in der Rückrunde zu dem besten was die Württembergliga zu bieten hat. Hinter den beiden wird mit dem etatmäßigen Link-Aussen der vergangenen Jahre Robin Straub, ein bereits erfahrener Mann als Back-up eingesetzt. Der Publikumsliebling Straub macht gerade eine berufliche Fortbildung und wollte beim Handball etwas kürzer treten. Das hielt ihn aber nicht davon ab als Kapitän und Rückraum-Shooter das Team-1b zum Aufstieg in die Bezirksliga zu führen. Leider hat er sich beim vorletzten Saisonspiel eine schlimme Verletzung eingefangen. Wir hoffen sehr dass unser „Blitz“ Straub mit seiner gewinnbringenden Art, seiner Disziplin und seinen handballerischen Fähigkeiten bald wieder zum Kader der Männer 1 gehört. Gute Besserung an dieser Stelle.

Fazit: Eins ist sicher – aufgrund der Spielart beider Teams können wir uns am Samstag auf viele spektakuläre Tempogegenstöße freuen. Beide Teams bevorzugen bei Ballgewinn den überfallartigen Angriff über erste und zweite Welle – in der Regel über die schnellen Links-Aussen-Position, wo sowohl Frisch Auf! Als auch die MTG exzellent besetzt sind.

Linken Rückraum

tmb Links Halb GesamtAuf Seiten von Frisch Auf! Einer der wohl talentiertesten Deutschen Nachwuchsspieler Sebastian Heymann. 21 Jahre jung geboren in Heilbronn, dort in der Jugend beim TSB Horkheim 3. Bundesliga groß geworden. 2016 dann der Wechsel in die Bundesliga nach Göppingen. Mit 1,98 Gardemaß ein wahrer Shooter. Im März dieses Jahres gab Heymann seinen Einstand beim Deutscher Handballbund in der Nationalmannschaft. Wenn er sich weiter gut entwickelt und gesund bleibt wird Heymann sicher auch hier für Furore sorgen. 

Zudem hat Frisch Auf! mit dem 28-jährigen kroatischen Nationalspieler Ivan Sliskovic einen weiteren Weltklassemann auf der Königsposition. Er ersetzte kommend vom slowenischen Meister Celje vor der Saison Kapitän Sesum. Amüsante Randnotiz: Nach 2015 mit Veszprem läuft Sliskovic schon zum zweiten mal in der Argensporthalle zum testspiel auf. Nach einer kurzen Erkrankung wird der Hühne aus Split das Spiel in Wangen sicher nützen um weitere Spielpraxis zu sammeln. Mit 83 Treffern in der laufenden Saison, konnte Sliskovic bereits bei Göppingen überzeugen.

Was die Größe angeht überflügelt Wangens Marc Kuttler seine gegenüber deutlich. 2,10 misst der baumlange Rückraumshooter der MTG und ist damit der größte Spieler der Württembergliga Süd. Seit dieser Saison gehört er auch zu den erfolgreichsten Rückraumspieler der Liga und war dieses Jahr maßgeblich am Erfolg der MTG beteiligt. Mit 24 Jahren ist die Entwicklung des aus der Bezirksklasse von der TSG Ailingen Handball nach Wangen gewechselten Shooters noch lang nicht abgeschlossen.

Als Backup steht auf Wangener Seite Youngster Leopold Plieninger bereit. Ein spielfreudiger junger Spieler, technisch sehr gut ausgebildet, der auf jeden Fall noch jede Menge Potential hat, dass die kommenden Jahre ausgeschöpft  werden sollte. Leo hat aber bereits jetzt einige Duftmarken in der Württembergliga setzen können. Wir sind gespannt, ob er auch die Profis von Frisch Auf! mit seiner Schnelligkeit übertrumpfen kann. 

Rückraum Mitte

tmb DE1677A3-953C-4453-B3D7-ACB02B09F5D2 1Die Position des Spielmachers füllt bei FrischAuf! Kapitän Tim Kneule aus. Kneule ist ein Kraftpaket und mit viel Übersicht und Torgefahr ausgestattet. Zudem der emotionaler Leader im Team und die Identifikationsfigur bei Frisch Auf! Gelernt hat er das Handball spielen in der Jugend vom TV 1893 Neuhausen. Mit 30 Länderspielen hat er auch imDHB-Team bereits Erfahrung gesammelt. Zur Teilnahme bei einem großen Turnier hat es hier leider noch nicht gereicht. Kneule kann im Rückraum alle Positionen spielen. Also ein Allrounder. Als Back-Up im Kader von Göppingen steht ihm der 33-jährige Allan Damgaard zur Seite. Damgaard wechselte 2017 an den Hohenstaufen, wird allerdings im Sommer nach Dänemark zurück kehren. Der Durchbruch gelang dem Dänen im Schwäbischen leider nicht. Zudem holte man 2018 mit dem 26-jährigen Josip Peric einen Nationalspieler aus Bosnien-Herzegowina. Aber auch Peric kommt bisher nur sporadisch zum Einsatz. In 30 Ligaspielen erzielte er 23 Tore. 

Bei der MTG rochiert man im Rückraum sehr gerne. Am ehesten trifft man die Mayer-Brüder auf der Mitte an. Beide könnten die Wangener Auftakt-Handlungen wohl im Schlaf abspulen. Mit dem älteren Aaron ist im Wangener Kader einer der Ausnahmespieler in der Württembergliga. Mit 217 Toren ist er auf Platz drei der Torschützenliste in der Liga. Die 9,86 Tore im Schnitt bedeuten sogar Platz 1. Um die Fähigkeiten eines Aaron Mayer zu beschreiben würden wir eine extra Seite benötigen. Bei der MTG ist der 23-jährige der Dreh und Angelpunkt. Allerdings kann diese Position bei Bedarf auch sein 21-jähriger Bruder Elia ganz gut ausfüllen. Die spielerischen Anlagen der beiden sind sehr ähnlich, wobei Aaron noch mehr über die Kraft und Elia über das spielerische kommt. Technisch spielen beide Handball auf einem hohen Niveau und sind für die Zuschauer der Hölle Süd und das Team der MTG von unschätzbaren Wert.

Rechter Rückraum

tmb Rechts HalbAuf Seiten von FRISCH AUF! Göppingen zwei echte Kanten. Mit Nemanja Zelenović ein 1,95 größer und 95 Kg schwerer 50-facher Serbischer Nationalspieler. Der 29-jährige Zelenovic kam dieses Jahr nach erfolgreichen 3 Jahren in Magdeburg zu Frisch Auf! und konnte bereits überzeugen. Mit 82 Feldtote n gehört er zu den besten Shootern auf seiner Position in der Bundesliga.
Als zweiten Mann hat Frisch Auf! mit Jens Schöngarth einen deutschen Nationalspieler mit viel Erfahrung als Back-Up. Schöngart lebt Teamgeist und gehört zu den Publikumslieblingen bei Frisch Auf! Geboren im badischen Emmendingen und groß geworden bei der SG Köndringen/Teningenbefindet sich der 30-jährigem sicher schon im Herbst seiner Karriere. Seine besten Jahre hatte er 2012-16 in Lübbecke. 2009 wurde er sogar Weltmeister mit der U19 des Deutscher Handballbund. Mit 31 Toren hatte Schöngarth großen Anteil an der guten Saison von Frisch Auf! Kommendes Jahr wird er voraussichtlich in die Schweiz nach St. Gallen wechseln.

Auf Wangener Seite sieht es dieses Jahr noch etwas mau aus mit einem Linkshänder, der die Position im Rechten Rückraum perfekt ausfüllen kann. Mit Marc Bächle konnte die MTG 2017 einen charakterlich und kämpferisch äußerst guten Spieler gewinnen. Lange Jahre war er Goalgetter und Kapitän bei derSG Lenningen - Handball in der Landesliga. In Wangen wollte er nochmal richtig durchstarten. Leider warf ihn eine schwere Verletzung zurück, von der er sich bis jetzt nicht 100 % erholen konnte. Dennoch ist die MTG froh an einem solchen Spieler: Auf Marc ist Verlass und mit seinem physischen Spiel konnte er schon wichtige Tore für die MTG werfen und ist auch mannschaftlich ein wertvoller Spieler. Wir hoffen, dass Marc wieder richtig gesund wird. Dennoch freuen wir uns in der kommenden Saison auch auf zwei Neuzugänge auf der Position. Mit Joel Schwarz vom Ravensburg Rams (davor beim SV REMSHALDEN HANDBALL) und Stefan Dohrn von der HSG Friedrichshafen-Fischbachkonnte die MTG gleich zwei Spieler für die linke Seite gewinnen. Wir sind gespannt auf die Neuen...

Rechts Aussen

tmb Rechts AussenBei FRISCH AUF! Göppingen spielt mit Marco Rentschler ein weiterer Spieler aus der Region auf dem rechten Flügel. Rentschler wurde bei der SG BBM Bietigheim groß, machte dort die ersten Erfahrungen im Profi-Handball und wechselte 2015 nach Göppingen. Er stammt aus einer Handballfamilie. Sein Vater spielte schon für Bietigheim und dieses Jahr kam es sogar zum Duell mit seinem Bruder Patrick dem Kapitän vom SG BBM. Der Start für Marco am Hohenstaufen war schwierig, da er sich nach wenigen Wochen das Kreuzband riss. Mittlerweile ist er eine feste Größe in der ersten 7 von Frisch Auf und trug dieses Jahr mit starken Leistungen und 88 Saisontreffern entscheidend zum Erfolg bei. 
2017 holte Frisch Auf! Mit Tim Sørensen einen weiteren Links Händer auf die Position. Der 25-jährige Dänische Nationalspieler wurde bisher des öfteren durch Verletzungen zurück geworfen und konnte sich in der DKB Handball-Bundesliga noch nicht etablieren. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Sein Vertrag läuft noch bis 2020.

Bei der MTG ist seit über 10 Jahren einer nicht mehr weg zu denken: Unser Jens Bader! Jens beackert schon über so viele Jahre die linke Aussenbahn der Hölle Süd, dass man ihn durchaus zum Inventar der Argensporthalle zählen kann. Das Handicap als Rechts-Händer die Position zu bekleiden, macht er mit einer unheimlichen körperlichen Präsenz weg. Da hilft ihm auch seine exzellente Judo Ausbildung. In der Abwehr ist er so Safe wie die Bank von Schottland. Ein verlorener Zweikampf kommt all Schaltjahr mal vor. Jens wird sicher aufgrund seiner zurückhaltenden und demütigen Art oft unterschätzt - für die MTG Wangen besitzt er einen unschätzbaren Wert. Mit Sebastian Staudacher und Sebastian Nerger ist er der routinierteste Spieler im Kader und ein Vorbild an Einsatz und Kampfgeist. Wir hoffen, dass Jens noch einige Jahre die Farben der MTG trägt.
Bis Anfang der Saison war Jakob Glatzel das perfekte Pendant zu Jens. Leider kam dann ein Kreuzbandriss in die Quere und so muss der in der eigenen Jugend groß gewordene Glatzel weiter an seinem Comeback arbeiten. Schade, dass wir seine Schnelligkeit und unglaubliche Athletik nicht gegen Frisch Auf bewundern dürfen. Wir wünschen an dieser Stelle weiter gute Besserung. So muss es Jens Bader mal wieder alleine auf Rechts richten.

Kreisläufer

tmb KreisläuferAuf der Kreisläuferposition werden schmächtige Jungs eher selten gesehen. So auch morgen beim Spiel der MTG gegen FRISCH AUF! Göppingen

Mit dem 25-fachen kroatischen NationalspielerKrešimir Kozina und dem 32-fachen Dänischen Nationalspieler Jacob Bagersted hat man die Lücke die Manuel Späth nach seinem Wechsel zum TVB 1898 in Göppingen hinterlassen hat mit sehr viel Qualität gefüllt. 
2018 wurde Kozina von den Fans in der Hölle Süd sogar zum Spieler der Saison gewählt. Auf wenig andere Spieler passt der Frisch Auf Slogan#EmotionenHerzblutLeidenschaft wohl so gut wie auf den 32-jährigen Kroaten. 2013 wechselte er aus Kroatien zu unseren Nachbarn vom ALPLA HC Hard. Dort konnte er so gut überzeugen, dass ihn 2015 SG Flensburg-Handewitt in die DKB Handball-Bundesliga holte. Dann der Wechsel ein Jahr später zu den Füchse Berlin. Der endgültige Durchbruch gelang ihm auch hier nicht, so dass 2017 der Wechsel nach Göppingen folgte. Es scheint so, dass Kozina im Schwäbischen jetzt angekommen ist. 103 Tore in dieser Saison sprechen eine eindeutige Sprache. Kozina ist einer der Führungsspieler am Hohenstaufen. 

Sein Kollege auf der Kreisposition und im Mittelblock Jacob Bagerstedt ist wohl eher der Abwehrspezialist. Wird auch als Zerstörer betitelt. Ein Dänischer Berg aus Muskeln, der es den Gegnern möglichst schwer macht aufs Tor zu werfen. Dennoch war auch er diese Saison bereits 31 Treffern im Angriff erfolgreich. 

Auf Wangener Seite am Kreis eine Legende. Mit Sebastian Staudacher läuft am Samstag ein ganz besonderer Spieler das letzte mal in der Hölle Süd auf. Er war 13 Jahre Teil der Ersten Mannschaft der MTG – viele Jahre Kapitän und am Ende als spielender Co-Trainer rechte Hand von Trainer Senciuc. Als Abwehrchef war er unverzichtbar, aber auch im Angriff kaum zu halten und mit einer unheimlichen Dynamik und Kraft ausgestattet. Auf seine alten Tage wurde er dieses Jahr sogar nochmal im Rückraum als Spielmacher eingesetzt. Jede Mannschaft kann sich nur wünschen einen Typen wie Basti Staudacher in ihren Reihen zu haben. Nette Randnotiz: Sebastian ist übrigens der schmächtigste aller Kreisläufer beim Spiel morgen. 

Ihm zur Seite steht mit dem 24-jährigen, 1,95 großen und 100 Kilo schweren Michel Fischer ein Spieler, der sich in den letzten Jahren bei der MTG sehr gut entwickelt hat. Es besteht aber sicher noch Luft nach oben. Gerade auf der Kreisposition spielt die Erfahrung eine große Rolle. In der A-Jugend wurde er aus disziplinarischen Gründen bereits in die zweite Herrenmannschaft versetzt. Da half er allerdings dann gleich den Aufstieg in die Bezirksliga klar zu machen. Charakterlich machte er in den nächsten Jahren einen großen Schritt. Alsbald kam der Ruf zur Ersten. Dort spielt Michel jetzt seine 3 Saison in der Württembergliga Süd und hat sich etabliert als ernstzunehmender Abwehrspieler und Kreisläufer. Mit Staudacher hatte er einen guten Lehrmeister von dem er sich sicher viel abgeschaut hat. Ab kommender Saison wird er gemeinsam mit dem aus der eigenen Jugend kommenden Jakob Endrass die Kreisposition ausfüllen. Endraß ist ein cleverer Spieler mit mentaler Stärker. Körperlich und spielerisch muss er sicher noch einen großen Schritt machen. Wenn er diesen macht, könnte er sicher in die großen Fußstapfen eines Sebastian Staudacher treten. 

Fazit: Vier gestandene Männer um die hundert Kilo und ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent treffen am Samstag am Kreis aufeinander. Ruppig wird es zugehen. Ohne Strafzeit und Siebenmeter-Pfiff wird wohl keiner der vier über 60 Minuten zu halten sein.

Trainer

tmb TrainerMit dem 51-jährigen Hartmut Mayerhoffer tratt vor der Saison ein erfahrener Trainer die Nachfolge von Rolf Brack am Hohenstaufen an. Mayerhoffer war als Spieler unter anderem beim VfL Günzburg vier Jahre in der zweiten Liga unter Vertrag. Hier zählte Trainer-Legende Vlado Stenzel zu seinen Lehrmeistern. 

Den TSV Friedberg übernahm Hartmut Mayerhoffer als Trainer 2009 und führte ihn aus der Regionalliga in die Dritte Liga. Im Jahr 2013 feierten die Bayern den überraschenden, aber verdienten Gewinn der Drittligameisterschaft, mussten aber aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive auf den Aufstieg in die zweite Liga verzichten. Trainer Hartmut Mayerhoffer wechselte anschließend zum württembergischen Zweitligisten SG BBM Bietigheim, den er bereits in seinem ersten Jahr zum Bundesliga-Aufstieg führte.

Das Spieljahr 2014/15 bringt Hartmut Mayerhoffer und seiner Mannschaft Erstliga-Erfahrung, die Bietigheimer müssen aber der sportlichen und strukturellen Übermacht der anderen Erstligisten Tribut zollen und steigen sofort wieder ab. Einzelne Duftmarken wurden aber hinterlassen, denn auch Frisch Auf kann sich an eine schmerzhafte Niederlage beim damaligen Auswärtsspiel erinnern. In den Folgejahren führte Hartmut Mayerhoffer die Bietigheimer Mannschaft immer wieder in das Vorderfeld der Zweiten Liga und diese Serie wurde im aktuellen Jahr durch den erneuten Aufstieg in die Erste Liga gekrönt. Hartmut Mayerhoffer wurde hierfür aus dem Kreis der Zweiten Liga zum "Zweitliga-Trainer des Jahres" gewählt.

2018 dann der nächste Schritt zu einem top Verein in der Bundesliga. Das erste Jahr war von einem gewissen Wellengang geprägt. Besonders in der heimischen Hohenstaufenhalle wusste das Team von Mayerhoffer nur selten zu begeistern. Auswärts dafür eine Macht. Eine Bewertung der Saison ist schwierig. Wenn der EHF-Pokal-Platz nicht geschafft wird, ist das sicher eine kleine Enttäuschung - aber keine große - denn nach dem Umbruch konnte Mayerhoffer Frisch Auf stabilisieren und weiter entwickeln. Man darf gespannt sein wie es am Hohenstaufen weiter geht. Mayerhoffer wird sicher sicher mit Platz 8 in der Bundesliga nicht zufrieden geben.

Die MTG machte vor der Saison mit der Verpflichtung von Gabriel Senciuc einen wahren Glücksgriff. Mit ihm hat die MTG den Mann gefunden, der die perfekte Mischung aus fördern und fordern hat. Das Team mit Sebastian Staudacher und Arno Uttenweiler harmoniert sehr gut und sorgt so für viel Freude bei der MTG. Junge Spieler haben sich dieses Jahr sehr gut unter Senciuc weiter entwickelt. Er gab dem Team die nötige Stabilität. Eigentlich wollte der gebürtige Rumäne nach dem Engagement in Saulgau erstmal Pause machen, doch er rang sich durch, denn das Angebot die MTG – nach Aussage von Senciuc, der top Verein in der Region – anzunehmen. Gleiches war auch bei der Verlängerung der Fall. Es ist schon mit viel Aufwand einen Württembergligisten zu trainieren. Bei Senciuc kommt noch eine weite Anfahrt vom Wohnort Bad Schussenried. Aber Gabi macht es noch eine Saison. Darüber waren alle bei der MTG hoch erfreut.

Besondere Stärke von Gabriel ist sein Auge, mit dem er auch kleinste Fehler erkennt und berichtigen kann. Zudem pflegt er eine sehr enge und vertrauensvolle Kommunikation mit seinen Spielern. Wer Gabi mal auf der Bank beobachtet, bekommt dieses enge Verhältnis zu seinen Spielern mit. Geradezu Väterlich spricht er auf seine Spieler ein. Diese danken es ihm Woche für Woche mit guten Leistungen. Sicher wird Gabi auch am Samstag einige Ideen und Vorgaben für sein Team haben 

 

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