MTG will in eingleisige Württembergliga

tmb 20190702 trainingsauftrakt mtg herren 1 009Die Handballer der MTG Wangen befinden sich im Vorbereitungsendspurt auf die am 7./8. September beginnende Württembergliga-Saison, die letztmals in einer Nord- und einer Südstaffel gespielt wird. Um auch 2020/21 in der eingleisig weitergeführten Württembergliga zu bleiben, muss der Vorjahresfünfte voraussichtlich mindestens Siebter werden. Andernfalls geht es in einer der beiden dann neu geschaffenen sechstklassigen Verbandsligen weiter.

„Wir wollen natürlich versuchen, diese Liga zu halten“, sagt Sebastian Staudacher, der seine Karriere als aktiver Spieler beendet hat und künftig ausschließlich als Co-Trainer agieren wird. „Das ist schon das Ziel, das wir uns setzen wollen, denn natürlich haben wir ein gewisses Niveau und wollen den Zuschauern dieses Niveau auch bieten.“

Um dieses Ziel zu erreichen, sind die MTG-Schützlinge von Trainer Gabriel Senciuc bereits seit dem 18. Juni wieder im Training. Bislang verlief die Vorbereitung laut Staudacher jedoch keinesfalls optimal. „Es war durchwachsen und schon ein bisschen schwierig dieses Jahr“, sagt der Co-Trainer angesichts dessen, dass aus unterschiedlichen Gründen immer wieder Spieler fehlten. „Wir haben das Beste daraus gemacht und wenn die Leute da waren, dann haben sie gut mitgezogen und es hat auch gut funktioniert.“

Staudachers Ausscheiden aus dem Mittelblock riss eine Lücke in die Wangener Defensive um Marc Kuttler, Michel Fischer und Aaron Mayer, sodass bislang viel Zeit in die Abwehrarbeit investiert wurde, um neue Systeme und Formationen zu finden und einzuüben. Darüber hinaus soll Jakob Endraß, der nun fest zum Kader gehört, in das Mannschaftsgefüge integriert werden. „Das ist noch lange nicht abgeschlossen“, sagt Staudacher, „da liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Neu hinzu kamen Joel Schwarz vom Landesligaabsteiger TSB Ravensburg sowie Stefan Dohrn vom Landesligaaufsteiger HSG Friedrichshafen-Fischbach. Torhüter Adam Kucera wird künftig nicht mehr für die erste MTG-Mannschaft spielen; Hannes Fischer kehrte zum Landesligisten TSV Bad Saulgau zurück.

Eine Hiobsbotschaft musste der als Rechtsaußen eingeplante Jens Bader verkraften, der aufgrund von Knieproblemen infolge eines zurückliegenden Kreuzbandrisses im September operiert wird. „Das kommt noch auf, ob er überhaupt nochmal Handball spielen wird“, sagt Staudacher, „aber es sieht eher nicht so aus.“ Fehlen wird zum Saisonauftakt auch Marc Bächle, der erst am 9. September wieder voll ins Training einsteigt.

Bislang hat die MTG sechs Testspiele absolviert: Zwei Siegen gegen den TSV Bad Saulgau folgte eine 34:35-Niederlage beim Oberligaabsteiger TuS Steißlingen. Einzig das Spiel beim Oberligisten HSG Konstanz 2 ging – personell dezimiert – deutlich verloren. Im Rahmen eines Kurztrainingslagers mit mehreren Trainingseinheiten gab es am vergangenen Wochenende in der heimischen Argenhalle zunächst einen klaren 34:22-Erfolg gegen Landesligist TG Biberach, tags darauf eine 23:25-Niederlage gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten und Oberligaaufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd. „Es war aber ganz gut“, sagt Staudacher, „wir haben noch mal viele Erkenntnisse gewonnen und die Leistung war recht ordentlich.“

Beim Turnier in Kempten

Weitere Sicherheit im taktischen Zusammenspiel möchte sich die MTG-Mannschaft am kommenden Samstag beim Zötler-Cup in der Kemptener Westendhalle holen. Dort geht es gegen die bayerischen Landesligisten SC Unterpfaffenhofen-Germering (12 Uhr) und HSG Dietmannsried/Altusried (13 Uhr) sowie den Bezirksoberligisten SG Kempten-Kottern (16 Uhr). „Das ist der letzte Härtetest vor dem ersten Saisonspiel“, sagt Staudacher. „Da werden wir noch mal schauen, dass wir im mannschaftlichen Bereich weiter vorankommen.“

In ihrem ersten Ligaspiel am Sonntag, 8. September, um 17 Uhr, geht es für die MTG-Handballer dann zum Vizemeister TSV Wolfschlugen. Für Staudacher ist dieser neben dem TSV Heiningen einer der Titelfavoriten in der erneut 15 Teams umfassenden Südstaffel. „Die zwei, denke ich, werden auf jeden Fall vorne dabei sein“, meint der MTG-Trainer. „Und ansonsten wird das von Platz drei bis acht eine enge Sache.“ Nicht mehr in der Württembergliga Süd dabei sind neben Schwäbisch Gmünd auch die beiden Absteiger HC Hohenems und SG Herbrechtingen-Bolheim. Neu hinzu kommen Nordstaffel-Rückkehrer HSG Fridingen-Mühlheim sowie die beiden Landesligaaufsteiger HSG Albstadt und TV Altenstadt.

 

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