Zu passiv in Hirschberg-Großsachsen - verdiente Niederlage für Männer 1

Für Wangens Trainer Tobias Müller war es eine verdiente Niederlage gegen Saase3 Leutershausen 2 in der Handball-Regionalliga.

Acht Stunden Busfahrt wurden für Wangens Handballer am Sonntag nicht belohnt. Das Ziel, bei Saase 3 Leutershausen Handball 2 (S3L2) den Klassenerhalt in der Sachsenhalle einzutüten, hat mit dem 37:41 (17:22) nicht funktioniert. „Wir haben völlig verdient verloren. Nicht weil der Gegner so gut war, sondern weil wir es nicht geschafft haben, unsere Stärke aufs Parkett zu bringen“, meinte MTG-Coach Tobias Müller zum Spielverlauf.

Vorne zu undiszipliniert

Der Vierzehnte der Regionalliga S3L2 musste alles auf Sieg setzten, um das rettende Ufer des Klassenerhalts noch zu erreichen. Mit hohem Tempo gingen die Hausherren ins Spiel. Die MTG lief schnell einem Fünf-Tore-Rückstand (11.) hinterher, brachte sich aber bis zur 18. Minute wieder auf Schlagdistanz heran (9:11). Wenig später sah Keeper Lukas Hölle die Rote Karte - für Müller keine gerechtfertigte Entscheidung. „Das war ein unglücklicher Zusammenstoß, den die Schiedsrichterinnen anders bewertet haben.“ Aus seiner Sicht war Hölle nicht außerhalb der Vier-Meter-Linie und hatte auch nicht den Gegner attackiert. Die Disqualifikation Hölles macht der MTG Trainer aber nicht verantwortlich für den folgenden 0:4-Lauf. Schuld war für ihn, „was wir in Unterzahl dann gemacht haben. Wir kriegen vier Gegentore, davon drei ins leere Tor, weil wir vorne einfach vollkommen undiszipliniert agieren und der Gegner das entsprechend ausnützt.“ Der 11:17-Rückstand (21.) hielt sich hartnäckig bis zur Pause und Wangen trat mit fünf Toren Rückstand den Gang in die Kabine an. „Wir waren zu passiv im zentralen Deckungsbereich und haben dadurch dem Gegner immer wieder erlaubt, in der Breite zu agieren“, resümierte Wangens Coach, der auch „das gewisse Momentum für Wangen“ in Hälfte zwei vermisste.

Wir verwerfen einfach zu viele klare Chancen und freie Bälle, um sie wirklich ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Tobias Müller, Trainer der MTG Wangen

S3L2 dominierte weiterhin die Begegnung. Ein kleiner Hoffnungsschimmer flackerte auf, als Wangen durch den Treffer von Simon Natterer (38.) den Rückstand auf 24:27 verkürzte. Der MTG gelang es aber nicht mehr, das Spiel zu drehen. Immer wieder zogen die Gastgeber vor 150 Zuschauern davon. „Moritz Mangold (Torwart S2L2) hatte tatsächlich einen richtig guten Tag. Wir verwerfen einfach zu viele klare Chancen und freie Bälle, um sie wirklich ernsthaft in Gefahr zu bringen“, meinte Müller, der ein festes Ziel bis zum Saisonende hat. 20 Punkte sollen es auf der Habenseite werden. 16 davon hat die MTG (Platz 12) bereits in der Tasche. Vier Spieltage stehen noch im Kalender.

Gedämpfter Stimmung traten die Allgäuer zunächst den langen Rückweg an, aber das änderte sich das bald: „Dann wurde es trotzig in dem Sinne, jetzt erst recht“, so Müller. Eine gute Basis für das nächste Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen den TV Plochingen. Dann hat die MTG hoffentlich weniger krankheitsbedingte Ausfälle im Team, denn „wir haben es in der eigenen Hand und wollen mindestens die vier Punkte holen.“

Handball-Regionalliga, Saase 3 Leutershausen 2 - MTG Wangen 41:37  (22:17). - Schiedsrichter: Katarzyna Feldmann, Bärbel Hönes - Zuschauer: 150. -

Hommel, Hölle (beide im Tor); Fischer (2 Tore), Natterer (6), Kunkel, Pentzlin (1), Preuschl, Vonier, Gapp (1), E. Mayer (7), Straub (1), A. Mayer (8, 5 Siebenmeter/4 Tore), Sellschopp (1), Kuhnt (2), Plieninger (6).

Berichte: Susanne Backmeister (Schwäbische Zeitung)

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